Anbau- und Vorstellbalkone

  • Freistehende Anbau- oder Vorstellbalkone aus Aluminium oder verzinktem Stahl werden bei der Altbausanierung zur Erhöhung des Wohnwertes immer häufiger genutzt und sind nahezu für jede Bausituation anwendbar.
  • Durch eine farbige Pulverbeschichtung lassen sich die Balkonkonstruktionen in Verbindung mit den passenden Geländerfüllungen optimal an die vorhandene Bausubstanz angleichen.
  • Eine Immobilie erfährt so je nach Lage eine deutliche Wertsteigerung. In nicht optimalen Lagen sind Balkone schon häufig eine Bedingung für die dauerhafte Vermietbarkeit. Hat es vor einer Gebäudemodernisierung keine Balkone gegeben, kann i. d. R. ein Viertel der Balkonfläche der Wohnfläche hinzugerechnet werden.
  • In aller Regel bieten die Hersteller Ihnen neben einer großen Auswahl von Designs in der ersten Beratung 3D-Planungen an, die sich an die vorhandene Bausubstanz angleichen können.
  • Von vielen Betrieben werden alle Arbeiten aus einer Hand (Planung, statische Berechnung, Gründung/Fundament, Herstellung und Montage) angeboten.

Für welche Bauart und Ausführungsvarianten Sie sich entscheiden, ist nicht zuletzt von den Baukosten abhängig.



Ausführungsarten
  • Während die erste Generation Vorstellbalkone noch vorwiegend in der Ausfertigung Stahlrund- oder Stahlvierkantrohr erfolgte, wurden die daraus gezogenen Erkenntnisse in Bezug auf den Korrosionsschutz durch das Feuerverzinken ergänzt. Der Zustand der Stahlrohre im Inneren konnte aber nicht immer überwacht werden und schon bei der Fertigstellung musste der Bauherr auf die ordnungsgemäße Verzinkung vertrauen.
  • Manche Hersteller bzw. Stahlbauer sind deshalb auf Aluminium-Balkonsysteme umgestiegen.
  • Die Flammspritzverzinkung erlaubte an deren Anschluss das Lackieren oder Pulverbeschichten und erreichte zudem eine dauerhafte und zuverlässige Haftung. Verzinkung und Farbanstrich waren von je her ein Problem der langfristigen Haftung – trotz spezieller Zinkfarben.
  • Einfache Feuerverzinkungen für Stahlbalkonsysteme haben sich als preiswerter Weg für weniger hochwertige Immobilien erwiesen. Jedoch lässt der Oberflächenglanz schon in wenigen Jahren nach und daher werden auch geschlossene Konstruktionen mit integrierten Stützen angeboten, die keine offenen Stahlprofile sichtbar lassen.

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Balkone und energetische Sanierung

 
  • Hier das Beispiel eines Balkonanbaus in Verbindung mit einer energetischer Sanierung bei 1950er-Jahres-Altbauten
  • Die wärmetechnische Entkopplung ist durch angeschraubte Konsolen zu erreichen, die durch Injektionsanker im Beton des jeweiligen Geschosses befestigt werden können. Auch für die klassischen Altbauten der 1900er Jahre mit ihren hölzernen Tragwerkskonstruktionen und Aschefüllungen in den Geschossen gibt es Lösungen für die horizontale Anbindung an das Gebäude.

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Viele Einzelentscheidungen wie:  
  • Eine in den Balkonboden integrierte Entwässerung über einer Stahlwanne unterscheidet sich selbstverständlich enorm von den weniger komfortablen Holzbeplankungen ohne Regenwasserauffangkonstruktion bei der es einfach durchtropft.
  • Sehr elegant ist die Lösung einer Balkonentwässerung durch das Innere der Balkonstützen. Hier stellt sich aber die Frage nach dem dauerhaften Korrosionsschutz.
  • Die Balkone können auch sehr hochwertig mit oberflächenveredelten Terrassenbodenplatten ausgestattet werden.
  • Die Geländer können aus demselben Material wie der Balkon selbst oder aber auch durch Edelstahlhandläufe bzw. Kombinationen aus hochwertigen Hölzern bestehen.
  • Bei der langfristigen Betrachtung der Nutzung, sollte die Vorbereitung auf Blumenkästen und deren Entwässerung nicht übersehen werden. Bringt ein Mieter einfache Halterungen an den Geländerhandlauf an, geschieht dies meist nicht ohne Beschädigungen der Oberflächen – Korrosion kann die Folge sein.
  • Die Füllungen unterhalb des Geländers können aus klaren oder satinierten (Acryl)Glas, farbigen Kunststoffplatten (müssen den Wind- und Schlagschutzanforderungen genügen) oder auch Loch- und Strukturblechen bestehen.
  • Der seitliche Wind- und Blickschutz kann rein optisch zu einem Highlight werden und den Nutzern des Balkons das Gefühl eines abgeschlossenen persönlichen Raumes geben.
  • Werden Balkone an vorhandener Bausubstanz angebracht, müssen Durchbrüche für die Balkontüren geschaffen werden. Die Höhe der Eintrittsstufe wird meist in Hinblick auf die Vorschriften der Flachdachverordnung und des Handlings gerade für ältere und gehbehinderte Leute heftig diskutiert.
  • Nicht zuletzt wirken Dachebenen für den obersten Balkon nicht nur optisch sehr ansprechend, sondern schützen den Balkonaufbau insgesamt vor Wettereinflüssen.

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